Müllverbrennungsanlage in Mönkeloh unerwünscht

In Paderborn-Mönkeloh soll eine Müllverbrennungsanlage gebaut werden. Die Anlage bezeichnet der Antragsteller, die Abfallverwertungsgesellschaft Stratmann, wohl als Heizkraftwerk, jedoch ist aus der Art der Antragstellung zu ersehen, dass es ohne Zweifel eine Anlage zur Müllverbrennung werden soll. Bei einem Heizkraftwerk beträgt der Energiewirkungsgrad zwischen 60% und 90%, bei der geplanten Anlage allerdings nur den geringen Wirkungsgrad von 20% bis 25%. Selbst bei konventionellen Kraftwerken wird ein Wirkungsgrad von bis zu 50% erreicht. Seitens der Bürgerinitiative in Paderborn und Borchen ist diese Aussage für die Bevölkerung irreführend. Die tatsächliche Nutzung der Anlage als örtliche Abfallentsorgung wird bezweifelt. Es bestehen langfristige Verträge ...

Wie läuft das Genehmigungsverfahren einer MVA ab?

Sobald die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage geplant wurde und die Beantragung liegt der Behörde vor, muss dieses Projekt des geplanten Standortes veröffentlicht und in den örtlichen Tageszeitungen bekannt gemacht werden. Diese Maßnahmen dienen der Öffentlichkeit zur Information und der betroffenen Bürger. Das geplante Vorhaben ist in der Bekanntmachung in verständlichen Worten zu beschreiben und muss Hinweise enthalten, wo und wann betreffende Unterlagen für das Vorhaben öffentlich ausgelegt werden. Eine Aufklärung muss stattfinden, dass Einwendungen gegen das Vorhaben innerhalb einer bestimmten Frist erhoben werden können. Das Datum und der Ort des Erörterungstermins müssen ebenso ersichtlich sein.

Planungsunterlagen - Auslegung

Für das Projekt muss ...

Wann wurde die erste Müllverbrennungsanlage errichtet?

In Deutschland wurde die erste Müllverbrennungsanlage ab1893 am Hamburger Bullerdeich errichtet. Der Betrieb auf Probe begann 1894 und wurde 1896 als regulärer Betrieb aufgenommen. In München entstand die erste Anlage um die Jahrhundertwende. In Berlin Schöneberg 1921. Diese Müllverbrennungsanlage erfüllte allerdings nicht die gesetzten Hoffnungen und etablierte sich deshalb erst nach dem Zweiten Weltkrieg. 53 Müllverbrennungsanlagen entstanden bis 1998 in Deutschland. Bis 2003 stieg die Zahl auf 61. Zu dieser Zeit waren weitere 15 Anlagen geplant, überwiegend in Ostdeutschland. Auf der Homepage vom Umweltbundesamt sind 73 deutsche MVAs aufgelistet (Stand Dezember 2012), die überwiegend Siedlungsabfälle verbrennen.

Was darf in einer ...

Müllverbrennungsanlage in Mönkeloh – Informationen

Die Verbrennungsanlage Paderborn Mönkeloh war für folgende Abfälle gedacht:

  • Kunststoffabfälle (ohne Verpackungen) aus Landwirtschaft, Gartenbau, Teichwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei
  • Rinden und Korkabfälle, Sägemehl, Späne, Abschnitte, Holz, Spanplatten.  Furniere die keine gefährlichen Stoffe enthalten, aus der Holzbearbeitung und der Herstellung von Platten und Möbeln
  • Kunststoff- und Drehspäne aus Prozessen der mechanischen Formgebung,   aus physikalische und mechanische Oberflächenbearbeitung von Metallen und Kunststoffen
  • Verpackungen aus Pappe und Papier, Kunststoff, Holz, Textilien, Verbundverpackungen und gemischte Verpackungen, des Weiteren getrennt gesammelter kommunale Verpackungsabfälle
  • Aufsaug- und Filtermaterialien, Wischtücher und Schutzkleidung, mit Ausnahme von gefährlichen Stoffe verunreinigt
  • Kunststoffe aus Altfahrzeugen und der Demontage von Altfahrzeugen sowie ...